Das Kriseninterventionsteam

Das Kriseninterventionsteam (KIT) wurde im Jahr 2006 auf Grundlage der „Gemeinsamen Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums, des Innenministeriums und des Umweltministeriums über das Verhalten an Schulen bei Gewaltvorfällen und Schadensereignissen“(kurz VerhaltensVwV) vom 27. Juni 2006, erschienen in K.u.U. 2006 Heft 15-16a, an der Karl-Brachat-Realschule eingerichtet. Die darin genannten Aufgaben werden an unserer Schule folgendermaßen umgesetzt und stehen dabei unter dem Leitsatz: 

Krisen bestmöglich

  • vorsorgen,
  • bewältigen und
  • nachsorgen.

Die Strukturen wurden nach der Veröffentlichung der Gemeinsamen Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums, des Innenministeriums und des Umweltministeriums über das Verhalten an Schulen bei Gewaltvorfällen und Schadensereignissen (VwV Gewaltvorfälle, Schadensereignisse an Schulen - VerhaltensVwV) aus dem Jahr 2012 (K. u. U. 2012, S. 45) beibehalten.

Das KIT steht unter der Leitung des Realschulrektors, der durch einen Koordinator aus dem Kollegium unterstützt wird. Die Beratungslehrerin oder die Schulsozialarbeiterinnen, drei Sicherheitsbeauftragte, darunter der Hausmeister, und drei „SeelsorgerInnen“, welche alle Konfessionen abdecken, sind die Mitglieder. Die Aufgabenverteilung entspricht dabei der Verwaltungsvorschrift.

In regelmäßigen Treffen werden sicherheitsrelevante Themen, wie der Brandschutz, gefährdete SchülerInnen, Unfallgefahren o.Ä., bewertet und evtl. Maßnahmen beschlossen. Bei akuten Vorfällen, wie bspw. dem Amoklauf in Winnenden am 11. März 2009, bespricht das Team unverzüglich zu treffende Maßnahmen. In diesem Fall waren dies die Durchführung einer Klassenleiterstunde, um auf mögliche Ängste der SchülerInnen einzugehen, dafür die Ausgabe einer Verhaltenshandreichung für die Lehrkräfte und das Auslegen eines Kondolenzbuches.

Zur besseren Informationsübermittlung gibt es Telefonketten, sowohl für alle Lehrer und Bediensteten als auch für alle Klassen, welche regelmäßig aktualisiert werden. Halbjährlich wird in der GLK über das Verhalten bei Gewalt- und Schadensvorfällen informiert und Anregungen werden aufgenommen. Die Durchführung und Auswertung der Alarmübung, die zweimal im Jahr unangekündigt durchgeführt wird, sowie die anschließende Besprechung in der GLK gehören ebenso zum Aufgabenbereich des KIT, wie vorgeschriebene Brandschutzbegehungen, in dessen Folge z. B. das Hausmeisterbüro neu aufgebaut und Brandschutztüren und ein Fluchtturm für Gebäude A installiert sowie die Bauarbeiten in Haus 2 begonnen wurden.

Da Krisenintervention vor allem Prävention bedeutet, wird auf die Zusammenarbeit mit allen an der Schule Beteiligten und außerschulischen Partner, wie Feuerwehr, Polizei und Jugendamt, großer Wert gelegt, dies zeigt sich u. a. an der regelmäßigen Weitergabe aktualisierter Krisenpläne an die Polizei, kontinuierlichen Gesprächen des KIT-Leiters mit dem zuständigen Polizeibeamten sowie der Informationsweitergabe in der Schulkonferenz.

Ein Bestandteil der Prävention ist auch die Schulung der Lehrkräfte und des Personals.